Die TOI und die Gemeinde Interlaken pflanzten im Jahr 2021 im Englischen Garten vier Wacholderbüsche zu Ehren der Queen Elizabeth II. Nun tragen diese Büsche reife Früchte – und daraus soll der erste Interlaken Gin entstehen. Damit genügend Wacholderbeeren zusammenkommen, brauchen wir deine Unterstützung: Gesucht sind Wacholderbeeren aus den privaten Gärten des Bödeli.
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Aus den Gärten des Bödeli entsteht der erste Interlaken Gin
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Die Erntezeit läuft von Ende September bis Ende Oktober – jetzt mitmachen!
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Abgabe der Wacholderbeeren bei der Tourist Information Interlaken
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Als Dankeschön erhalten alle Sammler:innen eine Kostprobe des Gins
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Gemeinsam schaffen wir ein einzigartiges Produkt voller Geschichte und Herz
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Der Gemeine Wacholder gehört zu den Zypressengewächsen und ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum, der in der Schweiz bis auf 3’000 Meter Höhe wächst. Er kann bis zu 12 Meter hoch werden, erreicht bei uns jedoch meist nur 2–3 Meter. Seine graugrünen Nadeln tragen einen hellen Streifen auf der Oberseite. Zerreibt man sie, verströmen sie einen angenehmen, frischen Duft.
Die Beerenzapfen sind im ersten Jahr grün und erreichen nach zwei bis drei Jahren ihre volle Reife mit einer dunkelblau bis schwarzviolette Färbung. Wacholder ist nicht giftig, kann bei Überdosierung aber Magen- und Nierenreizungen hervorrufen. Die Pflanzen tragen unscheinbare, gelbliche Blüten. Nur die bestäubten weiblichen Blüten bilden, die runden, typischen Beerenzapfen.
Tipp: Um Verwechslungen auszuschliessen, einfach ein Blatt zerreiben: riecht es frisch, ist es Wacholder. Riecht es unangenehm, handelt es sich um den giftigen Sadebaum.
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Die Erntezeit dauert von Ende September bis Ende Oktober.
Reifegrad: Unreife Früchte sind grün bis leicht rötlich, reife Beeren dunkelblau bis schwarzviolett.
Pflücken: Reife Beeren sind 7–10 mm gross und lassen sich leicht vom Strauch lösen. Bitte vorsichtig ernten – gequetschte Beeren verlieren Saft, mindern die Qualität und begünstigen Schimmel.
Ausrüstung: Da die Nadeln stechen, empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen. Alternativ können Äste vorsichtig geschüttelt werden, sodass reife Beeren abfallen.
Sammelqualität: Abgegeben werden nur reife, unversehrte Beeren. Verletzte oder braune aussortieren, unreife Beeren möglichst hängen lassen, damit sie im nächsten Jahr nachreifen.
Lagerung: Gut sortierte Beeren können leicht angetrocknet werden. So bleiben sie länger haltbar, sind weniger anfällig für Schimmel und behalten ihre wertvollen ätherischen Öle – die Grundlage für ein aromatisches Endprodukt. -
Der Sadebaum sieht dem Wacholder auf den ersten Blick ähnlich, ist jedoch stark giftig. Er wird auch Stinkwacholder genannt, da die Blätter beim Zerreiben einen unangenehmen Geruch verströmen.
Wuchs: meist strauchförmig, 1–2 m hoch
Blätter: Junge Pflanzen mit nadelförmigen Blättern, später mit schuppenartigen Blättern
Früchte: deutlich kleiner (4–5 mm) und reifen bereits nach einem Jahr -
Die gesammelten Wacholderbeeren können, während den Öffnungszeiten an der Tourist Information Interlaken abgegeben werden.
Am besten eignen sich Gläser als Gefäss, weil die Kondensationswasser-Bildung im Glas geringer ist. Bitte direkt kühl lagern, um die Haltbarkeit zu verlängern.
Damit wir dir als Dankeschön eine Kostprobe Flasche des Interlaken Gins überreichen können, benötigen wir bei der Abgabe deine Kontaktangaben. Das Gefäss bitte mit Namen, Vornamen, Adresse und Kontaktinformation anschreiben.
Im April 2021 pflanzte die TOI und die Gemeinde Interlaken im englischen Garten Wachholder-Pflanzen als Geschenk für die Queen Elizabeth II. Englische Gäste prägen seit jeher das touristische Interlaken. Sie sind die Pioniere des Tourismus in der Ferienregion. Die Aktion war ein Zeichen der Dankbarkeit von Interlaken ggü. dem Königreich England. Vier Büsche, für jedes Kind der Queen einer, wachsen seither im Herzen von Interlaken. Aus diesen Wachholderbeeren soll nun ein Gin hergestellt werden. Nach dem dritten Jahr haben die Beerenzapfen die Reife erreicht. Ein Getränk, das traditionell in England beheimatet ist, heute jedoch weltweit und kulturübergreifend genossen wird.
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Die Ursprünge des Gins reichen zurück ins 11. bis 13. Jahrhundert, als arabische Alchemisten und europäische Mönche erste Kräuterextrakte destillierten. Im 17. Jahrhundert wurde in den Niederlanden der „Genever“ populär – zunächst als Heilmittel, später auch als Genussmittel. Im 18. Jahrhundert erlebte England die sogenannte „Gin Craze“. Günstige und oft minderwertige Gins wurden massenhaft konsumiert, was zu sozialen Problemen führte. Im 19. und 20. Jahrhundert setzte sich dann der London Dry Gin als Qualitätsstandard durch. Heute erlebt Gin dank der Craft-Gin-Bewegung eine neue Blüte: kreative Aromen, lokale Zutaten und neue Interpretationen machen ihn weltweit beliebt.
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Die Grundlage von Gin ist Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs, meist aus Getreide gewonnen. Entscheidend für den Geschmack sind die Botanicals, allen voran die Wacholderbeere, die dem Gin seine frische, harzige Note verleiht. Ergänzt wird sie durch Gewürze, Kräuter und Früchte – von Koriander bis Zitrusschalen.
Ein Gin muss mindestens 37,5 % Alkohol enthalten, meist liegt der Gehalt zwischen 40 und 47 %. Je nach Herstellungsverfahren werden die Botanicals durch Mazeration (Einlegen im Alkohol) oder durch Destillation (Aromagewinnung über Dampf) eingebracht. Anschliessend wird das Destillat mit Wasser auf Trinkstärke verdünnt.
Bekannte Sorten sind etwa der Destillierte Gin, der London Dry Gin als klassischer Standard, der mildere Old Tom Gin oder der fruchtige Sloe Gin, ein Likör auf Basis der Schlehe.
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Bitte die reifen Früchte frisch pflücken, trocken und sauber in einem Beutel oder einem Gefäss aus Glas abgeben. Das Gefäss mit Namen, Vornamen, Adresse und Kontaktinformation anschreiben.
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Nein, jede Handvoll zählt. Ob wenige Beeren oder ein ganzer Beutel – alle Beiträge sind willkommen.
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Die Beeren können bis Montag, 17. November an der Tourist Information Interlaken abgegeben werden. Hier findest du die Öffnungszeiten:
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Die Erntezeit beginnt ungefähr Ende September und dauert bis Ende Oktober. Je nach Reifegrad der Beeren kann sie auch leicht variieren.
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Die Beeren werden gesammelt und bei der Rugenbräu AG zu einem Gin verarbeitet.
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Ja, alle Sammler:innen erhalten als Dankeschön eine Kostprobe des fertigen Interlaken Gins. Die Aktion ist unentgeltlich.
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Die gesammelten Beeren werden von der Rugenbräu AG sorgfältig geprüft, damit sichergestellt ist, dass nur die richtigen Früchte für den Gin verwendet werden.