Kontinuität auf hohem Niveau
Das Jahr 2025 knüpfte an die starke Entwicklung der Vorjahre an. Insgesamt wurden 3'729'702 Logiernächte erzielt (+3.7 % ggü. 2024), davon 1'998'418 (+3.4 % ggü. 2024) im TOIVereinsgebiet IMUWGS. «Das bringt Stabilität, Qualität und Kontinuität», hält Präsident Sandro Bolton in seiner Ansprache fest. Dies sei das Resultat einer guten Zusammenarbeit zwischen Leistungsträgern, Gemeinden, Partnern und der TOI. Auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der Hotellerie stieg leicht auf 2.1 Nächte. Im Länderranking blieben die Plätze 1 bis 11 unverändert – angeführt von der Schweiz, gefolgt von den USA. Die Übernachtungsgäste im Vereinsgebiet IMUWGS generierten im Jahr 2025 einen Tourismusumsatz von insgesamt 465 Millionen Franken (+4.3% ggü. 2024).
Gedämpfter Start ins Jahr 2026
Der Beginn des laufenden Jahres zeigt sich leicht verhalten. Die Logiernächte von Hotels, Hostels und Campings im Vereinsgebiet IMUWGS liegen bis Ende März aktuell 3.1 % unter der Vorjahresperiode. Dies ist unter anderem auf die geopolitische Lage im Nahen Osten zurückzuführen. Zu berücksichtigen ist zudem, dass die Zahlen der Gruppenunterkünfte erst per Jahresende vollständig gemeldet werden. «Wir sprechen von einer Planungskrise und nicht von einer Nachfragekrise», erklärt Direktor Daniel Sulzer. Die Situation äussert sich weniger in einem Rückgang der Nachfrage als vielmehr in kurzfristigeren Buchungsfenstern und einer erhöhten Zurückhaltung bei Reiseentscheiden.
Jahresabschluss und Wahlen
Robert Grau, Präsident der Arbeitsgruppe Finanzen, präsentierte einen soliden Jahresabschluss. Die Hauptversammlung genehmigte den Jahresbericht, die Jahresrechnung
sowie die Bilanz. Zudem wurden die Vorstandsmitglieder Peter Graf, Patrick Gurtner und Max Ritter für weitere vier Jahre bestätigt. In Absprache mit Peter Graf wird eine geordnete
Nachfolgelösung vorbereitet. Gleichzeitig läuft die Suche nach einer neuen Vizepräsident:in sowie einer juristischen Berater:in.
Digitale Transformation: «TOI im Hosensack»
Ein zentraler Schwerpunkt bleibt die digitale Transformation. Unter dem Leitgedanken «TOI im Hosensack» treibt die Organisation verschiedene Projekte entlang der gesamten Reise des Gastes voran. Dazu zählen die digitale Gästekarte «Interlaken Pass», der Interlaken Guide sowie ein Chatbot, der rund um die Uhr in 25 Sprachen Informationen bereitstellt. Zudem wird das Free Public WiFi weiter ausgebaut. Der Interlaken Guide trägt zur gezielten Lenkung der Besucherströme bei und macht Respektzonen wie Wohnquartiere oder Naturschutzgebiete sichtbar – wovon auch die Einheimischen profitieren. Aktuell befindet sich die TOI in der Konzeptphase für den DataHub Interlaken. Künftig sollen anonymisierte Daten zentral ausgewertet werden, um eine noch gezieltere und datenbasierte Produkt- und Angebotsentwicklung zu ermöglichen. Sulzer betont: «Nicht nur die Nachfrage bestimmt das Angebot, sondern das Angebot lenkt auch die Nachfrage.»
Interlaken ist neu Swisstainable Destination
Ein weiterer Meilenstein ist die Einstufung von Interlaken als Swisstainable Destination. Damit unterstreicht die TOI ihr Engagement für eine nachhaltige Tourismusentwicklung. Fokus setzt die TOI insbesondere auf die Gästelenkung, den Ganzjahrestourismus sowie die Sensibilisierung der Gäste für ein respektvolles Verhalten vor Ort. Die Vorteile des Tourismus für die Region werden auf dem Gästeportal aufgezeigt.
